AMX Battle: Spektakuläre Rennen am Eyller Berg
AMX Battle - zum Zweiten. Die Fahrer des DAMCV und aus dem MX Cup in den Kategorien Pro MX1 und Pro MX2 traten nach der erfolgreichen Permiere 2025 in diesem Jahr ein weiteres Mal am Eyller Berg an. Auch passte das Wetter wiederum am Renntag: Ideale Bedingungen für das Racing auf einer bestens präparierten Piste.
Doch bevor es so weit war, musste der Eyller-Berg-Kurs mit bisher nie dagewesenem Aufwand präpariert werden. Der wegen der langen Trockenperiode knochentrockene Boden musste für eine tagelange Bewässerungsaktion aufgegrubbert und anschließend wieder planiert werden. Die Aktion zeigte Wirkung, die Staubentwicklung hielt sich absolut in Grenzen.
So wurden über
3000 Motosportfreunden
rasante und auch spannende Rennen geboten. Dazu noch die Fahrer der MX Open mit Maschinen aller Hubraum-Kategorien, ob Amateure oder Ex-Profis. Natürlich waren einige aktive Motorsportler vom ADAC Motorclub Kamp-Lintfort beim Rennen auf der Heimatbahn an der Startmaschine erscheinen.
Die Sidecars, die in Kamp-Lintfort nicht fehlen dürfen, rundeten das Programm ab.
MX Open
Volle Kapelle: 38 Fahrer versammelten sich hinter der Startmaschine. Mit dabei der "Motocross-Professor" Jürgen Küppers, der die "Off Road School Germany" betreibt. Der Viersener zeigte dann mit zwei glasklaren Laufsiegen, dass er auch noch die Praxis beherrscht, obwohl seine Rennkarriere schon viel Jahre zurückliegt.
Ebenso eindeutig Rang 2 für Marc Wieler mit einem 2/2. Der Uedemer hielt im ersten Lauf Kevin Herwix aus Neukirchen-Vluyn hinter sich und im zweiten Lauf Nils Herrmann, Osnabrück. Dabei hatte Herwix das bessere Ende für sich. Ein 3/4 reichte für den Gesamtrang vor Herrmann, der mit einem 5/3-Resultat einen Podestplatz verpasste.
Pro MX2
Richtig spannend lief es in der Pro MX2. Nachdem Jakob Zweiacker im Training deutlich die beste Zeit gesetzt hatte, musste der Rheinländer aus Alfter sich dem Niederländer Raf Meuwissen aus Sint Joost im ersten Lauf denkbar knapp geschlagen geben. Der zweiten Schlagabtausch schien ähnlich zu verlaufen wie der Erste. Doch Zweiacker ging im Endspurt in die Offensive, siegte am Ende deutlich. Das war Platz 1 auf dem Podest. Philipp Garcke aus Willich sicherte sich mit einem 3/4 in den Läufen den dritten Platz auf dem Treppchen und ließ damit Fynn Röter 4/6 hinter sich.
Pechvogel des Tages war Ilja Rutten. Im Zeittraining noch vor Garcke machte ein Ausfall im ersten Lauf alle Hoffnungen des Niederländers auf ein gutes Gesamtergebnis zunichte. Platz 3 im zweiten Durchgang war dann nur ein schwacher Trost.
Pro MX1
Damien Knuiman war der Dominator bei den "Big Boys". Der Niederländer aus Wijchen brachte schon reichlich Erfahrung aus der Europameisterschaft mit an den Eyller Berg. Trainingsbestzeit und zwei ungefährdete Laufsiege.
Einen rabenschwarzen Tag hatte Carl Ostermann. Im Training mit der zweitbesten Zeit noch oben auf, folgte das Desaster im ersten Rennen mit einem "Nuller". Der Bonner war danach fahruntüchtig und konnte im zweiten Heat nicht mehr antreten.
Turbulent ging es beim Kampf um die Plätze zu. Hans Vermeiren aus Mechernich in der Eifel fuhr konstant ein 3/3Ergebnis ein, was letztlich zum zweiten Gesamtrang reichte. Rauf und runter ging es zwischen Ben Gosepath und Sasha Rutten. Der Niederländer aus Sint Joost, im ersten Lauf noch obenauf, ließ im zweiten Lauf Federn. Am Ende stand nur ein 2/5 auf dem Zettel. Bei Gosepath lief es genau andersherum. Mit einem 5/2 schnappte sich der Hattinger den dritten Podestplatz.
Lokalmatador Luca Herwix aus Neukirchen-Vluyn erkämpfte gegen den starken Wettbewerb einen beachtlichen sechsten Platz in der Endabrechnung.
Sidecars
Bei den Sidecars deutete alles auf einen Zweikampf zwischen Jan Hoormann/Paul Kinder und Sam Veldman/Kaj van den Berg hin. Jan Hoormann vom Motorclub Kamp-Lintfort mit Paul Kinder aus Harzgerode/Sachsen-Anhalt lagen nach dem Zeittraining knapp 0,2 Sekunden hinter Veldman/van den Berg. Die niederländische Kombination aus Almelo konnte ihren Speed vom Training nicht umsetzen und hatte auch keine Fortune beim zweiten Start. Ein 2/6-Resultat reichte dann nur zum etwas enttäuschenden Platz 4. Lokalmatador Hoormann startete in Lauf 1 mäßig. Der Gelderner kämpfte sich noch bis Rang 3 vor. Beim zweiten Start sollte es schneller vom Startbalken gehen. Doch zu schnell. Hoormann/Paul Kinder hingen in der Startmaschine fest. Alle Chancen auf einen gutes Tagesergenbis schienen dahin. Doch das havarierte Team blies zur Attacke. Platz vier und doch noch als Dritte aufs Podest.
Unbehelligt von dem ganzen Trubel wurden Marvin Reipen/Tobias Lange Gesamtzweite mit einem 5/2 Run. Die Mönchengladbacher Crew hatte bei Punktgleichheit durch das bessere Ergebnis im zweiten Lauf die Nase vorn.
Nichts zu deuteln gab es am Gesamtsieg von Ijen Kops/Robin Könst. Die niederländische Fahrgemeinschaft aus Schaijk hatte die Konkurrenz im Griff. Im zweiten Lauf waren sie vom Start weg vorn, bis das Rennen wegen eines Unfalls vorzeitig beendet wurde.
Jürgen Hulsmans /Tom Keersmaekers hatten Glück im Unglück. Das Gespann der Begier aus Stevoort brach in zwei Teile auseinander und musste mit dem Radlader abtransportiert werden.






